Zu Gast auf der grünen Insel

Zu Gast auf der grünen Insel

Unser Aufenthalt in Irland

"Unser Ausflug nach Irland" - so heißt es jedes Jahr kurz vor den Herbstferien für unsere 9. Klassen, die sich auf den Weg nach Kingscourt machen. Während unseres Austauschs konnten wir nicht nur die Stadt selbst kennenlernen, sondern auch viele neue Eindrücke sammeln, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Besonders die Tradition, Gastfreundschaft und die vielen Ausflüge machten den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im folgenden Text berichten unsere Austauschschüler über ihre Erlebnisse.

Vom Flughafen direkt ans Meer

Nach einem frühen Flug von Frankfurt nach Dublin wurden wir von Sandra (Organisatorin) und ihrer Cousine (Busfahrerin) abgeholt. Daraufhin sind wir zu den Klippen gefahren und haben dort einen Spaziergang bis in den Ort Howth gemacht. Dort hatten wir Freizeit und konnten etwas essen gehen, in kleine, süße Cafés gehen oder am Hafen spazieren gehen. Anschließend fuhren wir zurück und hatten unser erstes Kennenlernen mit unseren Gastfamilien.

Gemeinsam Herausforderungen meistern

Am zweiten Tag fuhren wir zum Crystal Maze. Dort haben wir in Gruppen verschiedene Aufgaben gelöst. Das waren Denkaufgaben und körperliche Aufgaben. Bei gelösten Aufgaben bekamen wir Kristalle. Danach haben wir noch eine kleine Wanderung gemacht und anschließend fuhren wir zum Cabra Castle. Dort haben wir leckere Sandwiches und Tee bekommen, daraufhin sind wir auf Erkundungstour gegangen. Am Nachmittag sind wir zu unseren Gastfamilien zurückgefahren.

Tanzen, Trommeln und Brot backen

Am dritten Tag waren wir auf der Causey Farm. Dort wurde uns als Erstes ein irischer Tanz beigebracht und daraufhin lernten wir, auf der Bodhrán-Trommel zu spielen. Danach backten wir ein typisch irisches Brot und während dieses backte, lernten wir die Bewohner der Farm kennen, z. B. Gänse, Alpakas, Kühe, Schafe, Lamas und Hirsche. Anschließend wurden wir in einem Anhänger zu einem Moor transportiert. Ein paar sind auch hindurchspaziert. Abschließend sind wir mit der Bimmelbahn zurück zum Haupthaus gefahren, haben das Brot abgeholt und sind zurück zu unseren Gastfamilien gefahren.

Von alten Mauern zu Livemusik

Der nächste Tag begann mit einer geführten Tour im Trim Castle, bei der wir uns mit der Geschichte des Schlosses befassten. Dieses stammt aus dem 12. Jahrhundert und diente unter anderem schon als Kulisse für den Film „Braveheart“. Von den Türmen hatte man eine sehr gute Aussicht über die Landschaft. Nach einer kurzen Busfahrt hatten wir Freizeit in Navan, einer Kleinstadt mit rund 34.000 Einwohnern. Dort nutzten wir die Zeit zum Shoppen und erkundeten den Ort. Abends trafen wir uns in einem Pub, dem Willows, aßen Fingerfood und hörten Musik.

Tanz um Medaillen

Am fünften Tag kamen wir morgens schon ordentlich ins Schwitzen. In drei Stunden lernten wir, aufgeteilt in Gruppen und anhand verschiedener Stationen, die Schritte eines irischen Tanzes. Am Ende dachten wir uns eine Choreografie aus und stellten diese dann in Gruppen vor. Die Platzierten bekamen Medaillen geschenkt und die beste Tänzerin sowie der beste Tänzer erhielten einen Pokal. Am Nachmittag erkundeten wir bei regnerischem Wetter gruppenweise wegen einer Stadtrallye den Ort und die Gewinner bekamen leckere Süßigkeiten.

Freizeit mit der Gastfamilie

Am sechsten Tag unternahmen wir ganz unterschiedliche Sachen mit unseren Gastfamilien. Manche gingen ins Kino, andere waren shoppen. So konnten wir die irische Kultur noch besser kennenlernen und viel Zeit mit unseren Gastfamilien verbringen.

Sightseeing in Dublin

Am siebten Tag fuhren wir voller guter Laune in Irlands Hauptstadt Dublin. Die Zeit dort verwendeten wir neben dem Shoppen natürlich auch zum Sightseeing von Sehenswürdigkeiten. Von der Ha’penny Bridge über das Trinity College bis zur St. Patrick’s Cathedral war alles dabei. Nach einem anstrengenden Tag dort fuhren wir eineinhalb Stunden zurück nach Kingscourt.

Typisch Irisch

Unseren letzten vollen Tag nutzten wir noch einmal gut aus. Mit dem Bus fuhren wir ins vernebelte Nordirland. Danach hatten wir eine Stunde Freizeit in Carlingford, einem kleinen Ort am Meer, die wir nutzten, um uns unter anderem das Carlingford Castle anzusehen. Danach kamen wir in den Genuss, den für Irland typischen Regen zu erleben. Die Zeit verbrachten wir in einem Shoppingcenter in Dundalk, um uns endgültig mit Souvenirs einzudecken. Auf dem Weg zurück zu unseren Gastfamilien übten wir die Lieder, die wir an diesem Abend bei einem irischen Tanz- und Singabend im Gartlan’s Pub singen würden.

Gelungener Abschluss unserer Reise

Nachdem am Morgen des neunten Tages bereits die Koffer gepackt waren, mussten wir später als ursprünglich angedacht Abschied von unseren Gastfamilien nehmen. Der geplante Schulbesuch musste aufgrund von Lehrermangels leider ausfallen. Deshalb fuhren wir gleich nach Skerries, einem kleinen Ort direkt am Meer. Dort genossen wir zum letzten Mal die Irish Sea, bevor wir zum Flughafen Dublin fuhren, um nach Frankfurt zu fliegen. Nach einem angenehmen Flug landeten wir dort und fuhren in Fahrgemeinschaften nach Hause.

Mehr als nur eine ,,Klassenfahrt"

Ich würde jedem empfehlen, nach Irland zu fahren. Man lernt ein komplett anderes Land kennen, die Gastfamilien sind sehr nett und haben erheblich zu unserem großartigen Aufenthalt beigetragen. Auch das Programm ist sehr vielfältig. Die für mich größten Unterschiede waren der Linksverkehr und dass die Läden auch sonntags geöffnet hatten.

Ich würde jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen, an der Irlandfahrt teilzunehmen. Man lernt eine neue Kultur kennen, sieht Sehenswürdigkeiten und verbringt eine unvergessliche Zeit mit Freunden und natürlich den Gastfamilien.

 

Text: Johanna Adenböck, Eleanor Pruntsch / Online Version: Anika Sattig, Justus Reinecke (10Gb)