Betriebspraktikum & Praxistage

Betriebspraktika (für Real- und Gymnasialzweig)

Die Praktikas sollen den Schülerinnen und Schülern die theoretischen Grundlagen, die sie sich in der Schule aneignen, durch berufliche Praxis erweitern. Das Praktikum ermöglicht dem Schüler einen Einblick in die Berufswelt und ein näheres Kennenlernen der realen Arbeitsbedingungen. Die Praktikas dienen zur Orientierung in der beruflichen Arbeitswelt und schaffen einen Einblick in unbekannte Gebiete. Pro Schulzweig gibt es zwei Praktikas.

Das Praktikum

Das Praktikum findet während der Schulzeit statt, um den Übergang zwischen Theorie und Praxis möglichst fließend zu gestalten. Leider ist es heutzutage schwieriger einen Praktikumsplatz zu bekommen, da viele Schüler am gleichen Beruf interessiert sind und das Praktikum an vielen Schulen zur gleichen Zeit stattfindet. Außerdem ist nur eine begrenzte Anzahl an Praktikumsplätzen verfügbar.

Zwei Wochen Arbeitswelt statt Schule

Das Praktikum dauert jeweils 2 Wochen. Nach etwa der Hälfte des Praktikums verschafft sich der Lehrer einen Überblick über die Leistung des Schülers, um ihm gegebenenfalls mit Rat zur Seite zu stehen. Der Praktikumsunterricht nach Abschluss des Praktikums lässt den Praktikanten diese Zeit noch einmal gedanklich durchgehen. Die Fahrtkosten bekommt der Schüler über die Schule erstattet, aber nur bei größerer Entfernung zwischen Wohnort und Praktikumsplatz.

Die Noten für das Praktikum

Die Noten für das Praktikum sind wichtig für den Leistungsnachweis des Schülers. Damit er bei einer Bewerbung bessere Chancen hat, sodass der Arbeitgeber sieht was im Praktikum geleistet wurde. Der Schüler hat bewiesen, dass er selbstständig arbeiten kann und Interesse zeigt. Durch ein erfolgreiches Praktikum ehöhen sich die Chancen auf einen Lehrstellen- oder Ausbildungsplatz.

Anstrengende Arbeit

Die Schüler sind sehr zufrieden mit dem Praktikum, wobei sie sich einig sind, dass Arbeiten sehr anstrengend ist. Durch das viele Stehen, waren die Schüler abends sehr geschafft und brauchten erst einmal eine Ruhepause. Fast alle Schüler waren der Meinung , dass der Betrieb auf jedenfall weiterzuempfehlen ist, da sich die Arbeitgeber viel Mühe gemacht haben, um den Praktikanten alles genau zu erklären und zu zeigen.
 

Praxistage (für 8. Hauptschulklassen)

Seit Februar 2002 werden für die achten Hauptschulklassen die sogenannten Praxistage angeboten. Statt in die Schule gehen die Schüler ein Mal pro Woche für einen Tag in einen Betrieb ihrer Wahl. Im zweiten Schulhalbjahr 2002 waren die Schüler insgesamt 12 Mal im Betrieb. Sie arbeiteten dort sechs bis acht Stunden und merkten schnell, ob ihnen dieser Beruf liegt oder nicht. Im nächsten Schulhalbjahr wechselten die Schüler in einen anderen Betrieb.

Einblicke in die Berufswelt

Neben den beiden zweiwöchigen Betriebspraktika durchlaufen die Schüler vier verschiedene Berufsfelder. Diese Praxistage ermöglichen den Schülern zusätzlich Erfahrungen und Einblicke, die ihnen bei der eigenen Berufswegplanung weiterhelfen. Bisher sind ca. 50 Betriebe an diesem Praxistage-Projekt beteiligt. Die Resonanz ist überwiegend positiv. Vorbereitet, begleitet und nachbereitet werden die Praxistage von der Arbeitslehre-Lehrerin Frau Schneider. Gesucht werden weitere Betriebe, die an einer Mitarbeit bei den Praxistagen interressiert sind.

Alternative zum Arbeitsplatz im Betrieb

Leider steht nicht für alle Schüler ein Arbeitsplatz in einem Betrieb zur Verfügung. Dies Schüler nehmen am Maler-Projekt teil, das in Kooperation mit der Handwerkskammer Rhein-Main, dem Münsterer Malermeister Walther Schledt und Armin Rück, Ausbildungstrainer vom Maler- und Lackierverband Hessen durchgeführt wird. Hier lernen die Schüler etwas über Material- und Farbenkunde und verschiedenen Maltechniken. Auch das Arbeiten auf einer Baustelle bei Wind und Regen wurde praxisnah erlebt - nicht zur Ermunterung aller Beteilgten.