ADAC stärkt Verkehrssicherheit der 7. Klassen

ADAC stärkt Verkehrssicherheit der 7. Klassen

ADAC macht die Aue-Radler sicherer

Im Zeitraum vom 31.08. bis 04.09.2026 führte Frau Göttmann, die Beauftragte für Verkehrserziehung unserer Schule, mit allen 7. Klassen den ADAC Jugend-Fahrradparcours durch. Ziel der Veranstaltung war es, die Schülerinnen und Schüler für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu sensibilisieren und ihre praktischen Fähigkeiten auf dem Fahrrad zu verbessern.

Die Grundlagen des Straßenverkehrs

Zu Beginn des Trainings standen wichtige Grundlagen der Verkehrserziehung im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden verschiedene Verkehrszeichen, darunter der Radweg, der gemeinsame Geh- und Radweg sowie der getrennte Geh- und Radweg, betrachtet und deren Besonderheiten erarbeitet. Darüber hinaus wurden typische Gefahrenstellen im Straßenverkehr aufgezeigt. Auch mögliche Vergehen von Radfahrenden sowie die damit verbundenen Bußgelder wurden altersgerecht besprochen.

Sicherheitskontrollen von Fahrrädern und Helmen

Ein weiterer wichtiger Baustein war der Helmcheck. Die Schülerinnen und Schüler überprüften ihre Fahrradhelme auf Sicherheit und Haltbarkeit. Dabei lernten sie, dass ein Fahrradhelm in der Regel nach drei bis fünf Jahren ausgetauscht werden sollte. Ebenso muss ein Helm ersetzt werden, wenn er heruntergefallen ist, bei einem Sturz beansprucht wurde oder sichtbare Beschädigungen wie Beulen aufweist. Zusätzlich wurde kontrolliert, ob der Helm korrekt sitzt und die Kopfgröße sowie die Kinnriemen richtig eingestellt sind.

Anschließend wurde das sichere Anfahren im Straßenverkehr thematisiert. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der richtigen Pedalstellung, dem Schulterblick sowie dem aufmerksamen Beobachten des Verkehrs vor dem Losfahren. Diese Fähigkeiten wurden später auch im Parcours praktisch angewendet und trainiert.

Vor dem eigentlichen Fahrtraining erfolgte eine gründliche Überprüfung der Fahrräder auf ihre Verkehrstüchtigkeit. Dabei zeigte sich, wie wichtig regelmäßige Sicherheitskontrollen sind: Vier Fahrräder wiesen defekte Bremsen auf, bei zwei Fahrrädern waren die Lenker locker und bei weiteren zwei Fahrrädern war der Sattel nicht ausreichend befestigt. Aus Sicherheitsgründen durften diese Fahrräder nicht am Parcours teilnehmen und mussten nach Hause geschoben werden.

Der Verlauf und die Wirkung des Parcours

Nach einer gemeinsamen Begehung des Parcours konnten die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Stationen selbstständig mit dem Fahrrad absolvieren. Die Aufgaben des ADAC Jugend-Fahrradparcours orientieren sich an typischen Anforderungen des Straßenverkehrs und an häufigen Unfallursachen. Ziel ist es, das Fahrrad auch in schwierigen Situationen sicher zu beherrschen und wichtige Fahrtechniken praxisnah einzuüben. So mussten die Teilnehmenden unter anderem korrekt anfahren, den Schulterblick durchführen, Spurwechsel mit Handzeichen ankündigen, Hindernissen ausweichen, gezielt bremsen, enge Kurven durchfahren, auf schmalen Fahrspuren sicher fahren sowie ihr Fahrrad bei Langsamfahrübungen kontrolliert beherrschen. Außerdem wurden Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und respektvolles Verhalten im Straßenverkehr gefördert.

Die Übungen vermittelten den Schülerinnen und Schülern, wie wichtig ein sicherer Umgang mit dem eigenen Fahrrad ist. Sie lernten, ihr Fahrrad besser zu beherrschen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, aufmerksam zu fahren und Verantwortung für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer zu übernehmen. Gleichzeitig stand der Spaß an der Bewegung auf dem Fahrrad im Vordergrund.

Bewertung der Leistungen und das Fazit

Während des Parcours wurden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler anhand verschiedener Kriterien bewertet. Dazu gehörten das Verhalten beim Anfahren, der Gleichgewichtssinn, das Kurven- und Lenkverhalten, die Durchführung des Schulterblicks, das Abbiegen und einhändige Fahren, das Ausweich- und Bremsvermögen sowie die Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer.

Der ADAC Jugend-Fahrradparcours war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Verkehrserziehung weit mehr ist als das Erlernen von Regeln: Sie fördert Verantwortungsbewusstsein, Aufmerksamkeit und sichere Handlungskompetenzen für den Alltag. Am Ende wurde deutlich, dass neben dem Sicherheitsgewinn vor allem die Freude sowie die Begeisterung für das Fahrradfahren und der Ehrgeiz, sich den Herausforderungen des Parcours zu stellen und die eigenen Fahrkünste zu verbessern, im Mittelpunkt standen.

 

Text/Fotos: Frau Göttmann
Online-Version: Filip Garcevic & Eric Kovacs (10Ga)