"Nuestro viaje a España"
"Nuestro viaje a España"
Unser Aufenthalt in Ávila
Die spanische Stadt Ávila beeindruckt mit ihrer einzigartigen Atmosphäre und ihrer gut erhaltenen mittelalterlichen Architektur. Während unseres Austauschs konnten wir nicht nur die Stadt selbst kennenlernen, sondern auch viele neue Eindrücke sammeln, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Besonders die Tradition, Gastfreundschaft und die vielen Ausflüge machten unseren Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ávila – unser Austausch
von Jodie Nikulka und Johanna Kotz
Bevor wir nach Ávila gekommen sind, dachten wir, die Stadt wäre klein, vielleicht so wie Münster. Aber schon bei der Ankunft wurde uns klar, dass Ávila viel größer und beeindruckender ist, als wir es erwartet hatten. Die riesige Stadtmauer, die noch vollständig erhalten ist, umschließt die gesamte Altstadt. Kein Wunder, dass Ávila als eine der schönsten und ältesten Städte Spaniens gilt.
Die Stadt liegt auf 1.132 Metern Höhe, hat etwa 60.000 Einwohner und ist berühmt für ihre Geschichte und ihre besondere Atmosphäre. Überall hört man von Santa Teresa von Ávila, der bekanntesten Heiligen der Stadt. Sie hat mehrere Klöster gegründet. In Ávila ist vieles nach ihr benannt, und sogar eine Reliquie – ihren berühmten Mittelfinger – kann man dort sehen.
Besonders schön fanden wir die alten Kirchen und kleinen Gassen der Stadt. Manche Häuser sind älter und wirken dadurch irgendwie mittelalterlich, aber viele sind auch neuer. Wenn man durch die Straßen dort läuft, fühlt man sich teilweise wirklich wie in eine andere Zeit versetzt. Es gibt auch viele Marktplätze, auf denen wir uns oft getroffen haben. Man kann in Ávila viele Souvenirs für die Familie kaufen und lecker essen. Eine sehr berühmte Delikatesse dort sind die sogenannten Yemas. Diese kann man dort überall kaufen. Es sind kleine Kügelchen aus Eigelb und Zucker. Die Süßigkeit wurde dort im 19. Jahrhundert beliebt und ist seitdem sehr begehrt. Diese Yemas heißen vollständig „Yemas de Santa Teresa“, und es heißt, dass ein Konditor lange nach ihrem Tod diese Süßigkeit erfunden hat, um sie zu ehren.
Ávila hat uns mit seiner Geschichte und seiner Schönheit wirklich überrascht. Wir können jedem nur empfehlen, nächstes Jahr auch auf Austausch nach Spanien zu gehen!
Buenos días und Hola
von Collin Ballerstein und Maik-Leon Försterling
Als wir losgeflogen sind, dachten wir, dass man in Spanien auch ohne Spanisch ganz gut zurechtkommt, weil dort bestimmt viele Englisch können. Doch schon am ersten Tag haben wir gemerkt, dass es echt hilfreich ist, ein paar spanische Wörter zu kennen. Wusstet ihr, dass man mit nur zehn Wörtern in Spanien schon ziemlich weit kommt? Sprache ist irgendwie wie ein Schlüssel – sie öffnet Türen. Schon ein einfaches „Hola“ reicht, damit die Leute anfangen zu lächeln und freundlich sind.
Zum Thema kulturelle Unterschiede kann man sagen, dass die Spanier vieles etwas anders machen als wir. Besonders beim Essen merkt man das sofort. In Spanien wird nämlich viel später gegessen. Das Mittagessen, also „la comida“, ist die wichtigste Mahlzeit und beginnt oft erst gegen 14 Uhr. Abends essen viele erst um 21 Uhr oder sogar noch später. Für uns war das am Anfang komisch, weil wir zu Hause viel früher essen. Aber man merkt schnell, dass die Spanier sich einfach mehr Zeit nehmen und alles entspannter sehen. Wir hatten zum Beispiel leckere Tortillas zum Mittagessen und appetitliche Bocadillos zum Frühstück.
Zum Thema Sprache wussten wir schon vorher, dass Spanisch eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt ist. Über 480 Millionen Menschen sprechen sie als Muttersprache. Besonders wichtig fanden wir die sogenannten Höflichkeitswörter. „Gracias“ heißt „Danke“, „Por favor“ bedeutet „Bitte“ und „Perdón“ heißt „Entschuldigung“. Diese Wörter haben wir ständig gehört. Auch Begrüßungen wie „Hola“, „Buenos días“ (Guten Tag) oder „Buenas noches“ (Gute Nacht) hört man überall. Damit kommt man immer freundlich rüber, und die Leute freuen sich, wenn man sich Mühe gibt. Bei der Gastfamilie war es ebenfalls von Vorteil, wenigstens die wichtigsten spanischen Wörter zu können – so hat es gleich viel mehr Spaß gemacht, sich zu verständigen.
Beim Essen oder Einkaufen sind noch andere Wörter wichtig. „Agua“ ist Wasser, „Pan“ ist Brot und „Pollo“ ist Hühnchen. Ein nützlicher Einstieg ist auch „Quiero…“, also „Ich möchte…“. Ein Satz, den wir besonders oft gebraucht haben, war „¿Cuánto cuesta?“ – das heißt „Wie viel kostet das?“. Ohne den kommt man beim Einkaufen wirklich nicht weit!
Am Ende können wir sagen, dass man sich mit ein paar spanischen Wörtern schon viel wohler fühlt. Wer nach Spanien fährt, sollte offen und freundlich sein und keine Angst haben, etwas falsch zu sagen. Die Spanier freuen sich, wenn man versucht, ihre Sprache zu sprechen. Unser Geheimtipp: Lernt Wörter mit Musik oder redet einfach drauflos – die Leute verstehen schon, was ihr meint. Durch die Fahrt haben wir gemerkt, dass Sprache wirklich wichtig ist, um andere Menschen und ihre Kultur besser zu verstehen.
Unterschiede die überraschen
von Marie Löbing und Merle Roßkopf
Auf unserem Austausch in Spanien hatten wir die Aufgabe, auf die Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien zu achten. Uns sind viele interessante Dinge aufgefallen, zum Beispiel die Begrüßung, die Straßenschilder oder auch, warum man oft sagt, dass Spanien „von der Nacht lebt“. Über all diese Themen und noch mehr erfahrt ihr in unserem Artikel – oder wenn ihr selbst am Spanienaustausch teilnehmt!
Straßenschilder: In Spanien sind die Straßenschilder oft bunt und mit kräftigen Farben gestaltet – zum Beispiel blau, gelb oder grün. Auch die Schriftarten sind oft schön und dekorativ. In Deutschland sind Straßenschilder meistens weiß oder blau, mit einfacher Druckschrift. Oft sind sie etwas schmutzig oder mit Stickern beklebt, während die Schilder in Spanien meist ordentlich und gepflegt aussehen.
Springbrunnen: In Spanien sind sie oft das ganze Jahr in Betrieb und dienen zur Verschönerung sowie zur Abkühlung. Sie sind kunstvoll gestaltet, häufig mit bunten Elementen, und bilden beliebte Treffpunkte. In Deutschland dagegen sind Brunnen häufig nur im Sommer in Betrieb, wirken schlichter und werden moderner gebaut. In Spanien findet man sie auf verschiedenen Plätzen und in Parks, in Deutschland eher in Parks oder bei Denkmälern.
Ventilatoren: In Spanien gehören sie zum Alltag und sind weiterverbreitet als in Deutschland, da sie eine kostengünstige und energiesparende Möglichkeit bieten, um in der Sommerhitze abzukühlen. Als wir in Madrid am Flughafen ankamen, fielen uns die großen Ventilatoren an der Decke sofort auf – bei uns in Deutschland werden meistens Klimaanlagen genutzt.
Spanien am Abend: Wer schon einmal in Spanien war, weiß bestimmt, dass die Essenszeiten unterschiedlich sind. In unserer Gastfamilie haben wir erst gegen 22 Uhr zu Abend gegessen. Das liegt am wärmeren Klima in Spanien. Die Menschen gehen später aus und bleiben länger wach. Da die Schule in Spanien auch meist erst zwischen 8 und 9 Uhr beginnt, lebt Spanien wirklich ein bisschen „von der Nacht“.
Begrüßung: In Deutschland sagt man oft einfach „Hallo“ oder „Guten Tag“ und gibt sich die Hand. In Spanien ist die Begrüßung viel herzlicher: Wenn man sich gut kennt, gibt man sich zwei Wangenkussö – eines links und eines rechts. Das zeigt Nähe und Freundlichkeit. In Deutschland dagegen sind die Menschen zurückhaltender.
Laternen: In Spanien sind Straßenlaternen oft wärmer und dekorativer gestaltet – häufig mit gelbem Licht und kunstvollen Metallverzierungen. In Deutschland dagegen sind Laternen meist funktionaler und moderner, mit weißem oder neutralem LED-Licht für bessere Sicht und Energieeffizienz. Während in Spanien die Beleuchtung oft zur Atmosphäre und zum Stadtbild beiträgt, liegt in Deutschland der Fokus stärker auf Sicherheit, Gleichmäßigkeit und sparsamer Technik.
Insgesamt kann man sagen, dass der Austausch nach Spanien sehr schön ist. Man lernt viele Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien kennen. Durch die Fahrt lernt man, offener für andere Kulturen zu sein und sich an Neues anzupassen. Wer nach Ávila fahren möchte, sollte offen, respektvoll und neugierig sein – man kann sich auf viel Spaß und schöne Erinnerungen freuen!
Reise voller Genuss
von Tom Joos und Luan Rexhepi
Wusstet ihr eigentlich, dass die spanische Küche zu den besten vier der Welt zählt? Als wir losflogen, wurde uns klar, dass wir uns auf eine kulinarische Reise begaben. Wir haben uns sehr darauf gefreut. Es ist ein Land, das nach Sonne, Meer und leckerem Essen schmeckt. Wenn man dort ist, fühlt man sich ein bisschen so, als würde jeder Tag nach Ferien riechen.
In Spanien beginnt der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Die Lebensart der Spanier ist entspannter und mit unserem Alltag nicht zu vergleichen. Die Lebensfreude bei Festen, gemeinsamen Aktivitäten und die Liebe zu gutem Essen gehören fest zur Kultur. Ávila liegt in der Region Kastilien und León, die es seit der römischen Zeit gibt. In Ávila essen die Bewohner traditionelle, herzhafte Gerichte.
Tapas sind kleine Gerichte, die man mit Freunden teilt – kleine Überraschungen auf Tellern, von denen es viele unterschiedliche Varianten gibt. Die Paella sieht aus wie ein großer, bunter Reistopf mit Gemüse und Meeresfrüchten oder Hähnchen. Gazpacho ist eine kalte Tomatensuppe, die im Sommer sehr oft als Vorspeise oder Snack angeboten wird. Jamón ist ein berühmter spanischer Schinken – so lecker, dass die Spanier ihn als Schatz betrachten. Die Tortilla besteht aus Kartoffeln, die mit Zwiebeln und einer Eimischung verarbeitet werden, und wird klassisch in einer runden Form serviert. Das Chuletón de Ávila ist ein großes, dickes Rinderkotelett von den Rindern aus der Umgebung, das traditionell auf dem Grill zubereitet wird. Die Sopa Castellana ist eine traditionelle Knoblauchsuppe mit Brot, Ei und Schinken – besonders im Winter beliebt. Als Nachtisch gibt es die typischen Yemas de Ávila, Eigelbe mit Zucker. Und Churros darf man natürlich nicht vergessen: gebratener Teig, meist mit einer cremigen Schokoladensoße serviert. Als Getränk ist Sangria, ein Fruchtwein, das wohl bekannteste Getränk Spaniens.
Die spanische Küche macht Spaß, weil sie fröhlich und bunt ist, genau wie die Menschen dort. Jedes Gericht erzählt eine kleine Geschichte und macht ein bisschen glücklicher. Spanien schmeckt nach Abenteuer, Lachen und ganz viel Lebensfreude.
Luan und mir hat Ávila sehr gefallen. Das Essen dort ist einzigartig, es gibt viel Neues zu entdecken und es war eine wirklich schöne Zeit. Ich bin mir sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch in Ávila und Spanien war. Jedem Schüler können wir diesen Austausch wärmstens empfehlen.
Kultur mit unvergesslichen Eindrücken
von Bennett Hörhold und Moritz Müller
Wir haben nicht nur Spanisch gelernt, sondern auch viel über das Leben und die Kultur in Spanien mitbekommen. Anfangs war es ungewohnt, dass sich alle zur Begrüßung umarmen, aber bald merkt man, wie herzlich das wirklich ist. Wer nächstes Jahr nach Spanien fährt, sollte neugierig, aufgeschlossen und ein kleines Abenteuer gewohnt sein – plus viel Sonne, gutes Essen und herzliche Begegnungen.
Salamanca liegt im Westen Spaniens, in Kastilien und León, und hat rund 145.000 Einwohner. Die Stadt ist berühmt für eine der ältesten Universitäten Europas und für eine wunderschöne Altstadt mit Gebäuden aus Sandstein. Salamanca hat außerdem zwei wunderschöne Kathedralen, die direkt nebeneinanderstehen. Die Alte Kathedrale (Catedral Vieja) stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist kleiner, wirkt aber prachtvoll, und ihr Altarbild besteht aus 53 einzelnen Gemälden – jedes davon ein kleines Kunstwerk. Die Neue Kathedrale (Catedral Nueva) wurde im 16. Jahrhundert gebaut und ist riesig und überwältigend. Ihre hohen Säulen und Gewölbe lassen alles andere klein wirken. Ein Astronaut an der Fassade macht das Ganze noch mal cooler. Von den Dächern aus hat man einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt. Die Kathedralen sind auch von innen sehr schön, mit hohen Decken und einem kleinen, aber interessanten Museum.
Nicht weit davon entfernt liegt der Plaza Mayor, das Herz Salamancas. Der Platz entstand im 18. Jahrhundert im Barockstil und ist fast quadratisch – etwa 80 Meter lang und breit – und wird von 88 Bögen mit Cafés und Restaurants umgeben. Besonders auffällig ist das Rathaus mit seiner prachtvollen Fassade. Am Tag herrscht hier immer Trubel: Kaffee trinken, Kinder lachen, Musiker singen. Abends, wenn der Platz beleuchtet ist, wirkt alles in goldenes Licht getaucht. Außerdem findet man in der Nähe des Plaza Mayor viele Geschäfte. Nicht weit entfernt steht die Universidad de Salamanca – das Gebäude ist typisch spanisch: hell, offen und mit einem kleinen Innenhof.
Unser Fazit: Der Unterricht begann etwas später als in Deutschland, und die Stimmung war deutlich entspannter. Besonders gefallen hat uns, dass die Lehrer offen und herzlich waren und wir viele Spiele zum Lernen im Unterricht gespielt haben. Insgesamt war die ganze Fahrt sehr schön – wir haben viele neue Sachen gelernt und gesehen. Wir würden auf jeden Fall wiedermachen und können es nur weiterempfehlen.
Highlights der Hauptstadt
von Leon Krasniqi, Jan Podiebrat und Jaden Tchantchou
Als wir in Madrid gelandet sind, wussten wir nicht, wie groß die Stadt ist. Doch nach kurzer Zeit sahen wir, wie riesig sie wirklich ist. Nach einer Stadttour mit dem Reiseführer Adolfo hatten wir noch genug Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. In dieser Zeit sahen wir, wie vielfältig eine Stadt sein kann und wie viele Menschen es dort gibt.
Viele große Plätze, Statuen und schönes Wetter erwarten einen in Madrid. Man besucht dort Orte wie den Palacio Real de Madrid (Königspalast von Madrid), in dem König Felipe der Sechste seine Staatsgäste empfängt, oder den Plaza Mayor (Hauptplatz von Madrid), an dem sich meist viele Straßenverkäufer aufhalten. Leider ging es während der Stadtführung nicht zum Stadion von Real Madrid – was aber auch eine tolle Idee gewesen wäre.
In der Innenstadt Madrids gab es hohe alte Gebäude zu bestaunen. Es fiel auf, dass es viele Restaurants, Cafés und eine große Auswahl an Souvenirgeschäften gab. Außerdem war es nicht so überfüllt von Menschen, wie man bei einer Hauptstadt erwarten würde. Wir trafen auch auf die bekannte Bärenstatue El Oso y el Madroño. Dazu verfügt Madrid über viele Grünflächen und Parks zum Erkunden. Reiseführer Adolfo erzählte uns über die Kultur und hatte noch ein paar interessante Funfacts über Madrid parat. Die Erfahrung, in Madrid gewesen zu sein, lohnt sich auf jeden Fall.
Online Version: Justus Reinecke (10Gb), Lasse Majka, David Mamic & Fabio Kraft (10Ga)