Interview mit Frau Hilbert

Interview mit Frau Hilbert

"Maisallergie!"

Nutella mit oder ohne Butter?
Kommt auf den Tag an! Es liegt auch ein bisschen am Brot, wenn das Brot nicht komplett frisch ist, dann mit Butter, damit es ein bisschen "special" ist, aber wenn es so richtig geiles Brot ist, so ein Toast, dann brauche ich keine Butter. Aber so ein Bauernbrot, das irgendwie so einen Tag alt ist, das braucht Butter. Ich bin in also beiden Lagern.

Was war Ihr Kindheits-Traumberuf?
Oh, schwierig. Also in meiner Abizeitung stand Nonne, Bundeskanzlerin oder... irgendwas anderes noch. Naja, ich bin Politik- und Wirtschaftslehrerin geworden und mache was mit Kunst, also so weit bin ich nicht von dem, was ich damals wollte. Meine Mutter ist Friseurin und ich wollte ganz lange Friseurin werden, aber ich kann überhaupt nicht mit Haaren umgehen ... Außerdem wollte ich ganz ganz ganz ganz gaaaanz lange, natürlich, Manga Künstlerin werden und Animateurin also ... die Leute die Animes machen, das wollte ich ganz ganz lange werden. Und dann hat mein Papa mir mal eingeredet, dass ich bestimmt mal bei der Bundespolizei bin, dann habe ich ein Praktikum gemacht und hab da Philipp kennengelernt. Aber wir halten fest: Ich wollte mal Friseurin werden, weil meine Mutter Friseurin ist, aber ich bin dann Lehrerin geworden, obwohl ich das jahrelang nicht sein wollte. Also ganz lange war der Traum, Grafikdesignerin zu werden und ich habe dann eben mein FSJ gemacht in einer Brückenschule, bei den Sozialarbeitern und hab dann den Beruf Lehrer für mich entdeckt.

Was vergessen Sie ständig?
Was vergesse ich nicht, ist die Frage. Also ich bin halt super vergesslich. Ich schreibe mir alles auf und... also ich bin eben super vergesslich. Ich vergesse Hausaufgaben zu kontrollieren super gerne. Grundsätzlich!

Süßes oder salziges Popcorn?
Gar kein Popcorn, Maisallergie!

Wann haben Sie zuletzt eine Regel gebrochen und warum?
Schwierig. Ich habe meistens so ein schlechtes Gewissen, also ich habe ja mal als Kind einen Kaugummi aus Versehen auf den Boden gespuckt und bin dann zum Hausmeister gerannt, heulend, und habe das gestanden, dass mir mein Kaugummi aus dem Mund gefallen ist. Und meine Freunde sagen ich werde nicht geblitzt, ich werde gemalt, weil ich meistens so langsam fahre, aber ich bin tatsächlich letztens geblitzt worden. Ich bin in eine Ortschaft reingefahren und da war die ganze Zeit 60 erlaubt, ich schwöre es euch, es war immer 60 erlaubt! Und auf einmal war da -ding- 50. Ortsschild. Und dann habe ich eine Regel gebrochen.  

Wovor haben Sie am meisten Angst?
Ich habe vor vielem Angst, hmm, ich mag Alpträume überhaupt nicht.

"Überraschung, Frau Behling"

Wenn Ihr Haus in Flammen stehen würde und Sie nur einen Gegenstand retten könnten, welcher wäre das?
Das geht nicht! Ich habe zwei Katzen, ich muss beide retten. Also meine Katzen als Gegenstand.

Was würden Sie tun, wenn sie für einen Tag das Geschlecht wechseln könnten?
Im Stehen pinkeln!

Was ist Ihr Schlüssel zum Glücklichsein?
Boah, schwierig. Kaffee? Kaffee finde ich schon ziemlich gut. Ich glaube einfach, dass es so eine Ausgewogenheit ist, zwischen Entspannungsphasen und Phasen... - Essen! Gutes Essen, Zeit mit der Familie, Zeit mit Freunden, zeichnen. Malen, für mich ganz besonders, auf der Couch liegen, die Kleinigkeiten. Dass ich morgens einen Kaffee gebracht bekomme. Das macht mich glücklich. Und das hält auch lange.

Haben Sie Tattoos, wenn ja, welche Bedeutung haben sie?
Ich habe 4 Tattoos, ich habe einen Kirschblütenbaum auf meinem linken Fuß, das ist meine Liebe zu Japan, das habe ich mir damals mit 18 stechen lassen, aber habe schon mit 12 gesagt, als meine Mutter sich das erste Tattoo hat stechen lassen: "Mit 18 habe ich einen Kirschblütenbaum auf dem Fuß!" Gesagt getan. Die anderen Tattoos waren spontan und sind auch tatsächlich mit mein größter Erfolg. Also 2 davon, finde ich, sind mein bisher größter Erfolg. Ähm ich habe mir nach dem Kartoffelmarkt in Höchst einen Mond hinters Ohr stechen lassen, das ist... oh Gott jetzt muss ich weit ausholen...! Meine Eltern hatten am Weihnachtsbaum immer so Sonne, Mond und Sterne als Ornamente und für mich ist das halt Familie, das symbolisiere ich damit und deshalb habe ich mir das hinters Ohr stechen lassen und habe das auch für die Hochzeit als Motto, so mit allem Drum und Dran. Und ich habe, mein ganzer Stolz..., eine meiner Schülerinnen ist Tätowiererin geworden und hat mit Tattoos geschenkt, und da habe ich, von meinem Lieblingsspiel am Handgelenk das Navi, von Zelda und habe die Lieblingsszene aus meinem Lieblingsanime, das wandelnde Schloss auf meinen Rippen rechts, das hat sie mir auch gestochen, das ist am Neusten. Überraschung, Frau Behling *lacht*, habe ich erst eine Woche.

Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?
Also ich lüge tagtäglich, tut mir leid, aber so Kleinigkeiten, so "white lies". Ich übertreibe manchmal, wenn ich was erzähle, und das tut mir auch leid, meistens relativiere ich es dann auch am Ende.

Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
Ich hasse es grundsätzlich erstmal, aber ich passe mich an.

"Identitätsschutz und so"

Welche Musik hören Sie gerne?
Unterschiedlich, aber ich würde mich in der Rock- Richtung wohlfühlen, ich höre aber auch gerne japanische Musik. So Animemusik finde ich halt auch toll. Ich mag keinen Schlager und klassischen, deutschen Hip-Hop... mag ich auch nicht.

Was war der größte Mist, den Sie in Ihrer Jugend gebaut haben?
Ich war halt echt lieb! ... Der größte Mist, den ich gebaut habe, ich schwöre es euch, ich war echt das liebste Kind. Ich hatte keine Alkoholeskapaden, ich war immer die Mama in der Gruppe und habe auf alle aufgepasst, ich habe noch nie Drogen genommen, ich habe nicht geklaut, ich habe keine Nacktbilder von mir gemacht, ich war also eigentlich richtig brav. Deshalb höre ich mir von euch immer gerne die Sachen an und denke mir: Oh wow, das hätte ich nicht gemacht. Der größte Mist... doch, einmal, in der dritten Klasse, habe ich verraten, dass meine Freundin in einen Jungen verliebt ist, das bereue ich bis heute. Weil ich gedacht habe, ich kann die verkuppeln, aber der fand sie überhaupt nicht gut und dann hat sie mit mir die Freundschaft abgebrochen. Den Mist habe ich mal gebaut.

Sind Sie ein Gefühls- oder Kopfmensch?
Gefühl, komplett. Manchmal zu viel, da muss ich mich ganz oft an das Rationale erinnern, aber sonst bin ich ein Gefühlsmensch. Deswegen kriegt man mich auch manchmal schlecht gelaunt und dann versuche ich das auch wieder zu retten, aber wenn ich schlecht gelaunt bin, muss ich mich oft daran erinnern, dass ihr nur Kinder seid. *lacht*

Was ist Ihre größte Schwäche?
Ich habe viele, wo fangen wir an? Ich kann nicht backen, ich bin ultraschlecht im Backen. Wenn ich Dinge nicht sofort angehe, mache ich sie nie, ich kann mich schlecht auf lange Zeit auf etwas konzentrieren, ich rede zu viel und denke öfters nicht nach und sage Sachen, die ich überhaupt gar nicht sagen wollte und entschuldige mich dafür noch tausend Mal. Also manchmal wäre es besser, ich würde denken, bevor ich spreche und manchmal müsste ich im Inneren so zählen, 1, 2 ,3 und dann antworten, weil ich habe mein Herz auf der Zunge und manchmal ist das nicht ganz so geil. Dann kommen manchmal Dinge raus, die man eigentlich nicht so gemeint hat.

Wann waren sie das erste Mal verliebt?
Im Kindergarten. Wir lassen die Namen aus. Identitätsschutz und so.

Wer ist die verrückteste Person, der Sie je begegnet sind?
Mein Spiegelbild? Hmm... Meine Mutter ist auch schon ganz schön crazy...so sympathisch verrückt.

Interview: Jule (10Rc), Lillian, Navroj & Luna (10Gc), Bilder: Christoph (10Ra)

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