Schule auf der Aue > Startseite > Großer Opernabend für Aueschüler

Sieben Zehntklässler moderierten in der Alten Oper Frankfurt

Emilia, Anastasia, Nejla, Celine, Stephan, Luca und Leo werden den Abend des 17. Januar 2019 wohl nie vergessen: Sie hatten die große Ehre, als Moderatoren durch das „Junge Konzert“ in der Alten Oper zu führen. Der Abend, der sich der Musik ungarischer Komponisten widmete, war der Höhepunkt der zurückliegenden Monate für die beteiligten Aueschüler.

Erste Einblicke

Als „Spielzeitschule“ sind die Aueschüler seit dem Sommer ganz nah am Sinfonieorchester des „Hessischen Rundfunks“ (hr) dran. In mehreren Workshops bereiteten sie sich auf diesen Abend vor, lernten Interview- und Moderationstechniken, wurden von Medienprofis ins Schneiden von Film- und Sounddateien eingeführt und erhielten tiefe Einblicke in die Arbeit eines professionellen Orchesters.

Beginn des Konzerts

Gemeinsam entwarfen sie mit ihren Mitschülerinnen und -schülern der 10Ga eine Pagemaker-Präsentation zum Thema „Freiheit“: Bevor um 19 Uhr das Konzert startete, konnten sich mehrere hundert Zuschauer und –hörer im Foyer des „Großen Saales“ anschauen, was der ungarische Komponist Peter Eötvös, einige Musiker des Sinfonieorchesters sowie die Zehntklässler selbst unter Freiheit verstehen (abrufbar unter „www.hr-sinfonieorchester.de“). Im Vorfeld beschäftigten sich die Aueschüler mit „The Gliding of the Eagle in the Skies“, einem musikalischen Werk von Eötvös.

Moderations-Coaching geglückt

Der Konzertabend selbst wurde von den Schülerinnen Emilia Vitale und Anastasia Stoss eröffnet. Sie richteten einleitende Worte zu Béla Bartóks „1. Violinkonzert“ aus den Jahren 1907/1908. Bei diesem hatte die Norwegerin Vilde Frang, die einen Tag zuvor die Aueschule beehrte, ihren großen Auftritt: Die 32-jährige Wahl-Berlinerin begeisterte das zumeist junge Publikum mit ihren Geigen-Soli. Im Interview erklärte Anastasia anschließend, sie habe vor allem vom Moderations-Coaching mit dem Profi Stefan Hoffmann profitiert, bei dem sie nicht nur auf den Auftritt gut vorbereitet wurde, sondern auch „für das Leben lernte“: so habe dieses Coaching ihr Selbstbewusstsein gesteigert, „das merke ich auch in der Schule“, freut sie sich. Ihre „Moderations-Kollegin“ Emilia gab zu, vor dem Auftritt enorm aufgeregt gewesen zu sein, doch auf der Bühne seien dann „alle Sorgen vergessen“ gewesen.

Moderation der Schüler

Die Aueschülerinnen Nejla Ramicevic und Celine Hopf führten im Anschluss ein Interview mit Eötvös zum Thema „Freiheit“, woraufhin der Ungar das Orchester dirigierend durch sein Werk „The Gliding oft he Eagle in the Skies“ aus den Jahren 2011/11/15 führte. Nach einer Pause hatten dann noch Stephan Hofmann, Luca Heckwolf und Leo Heider ihre „großen Auftritte“: Sie moderierten Zoltán Kodálys „Psalmus Hungaricus op. 13“ aus dem Jahre 1923 an. Vorher füllte sich die große Bühne: Neben dem Orchester begleitete die „Internationale Chorakademie Lübeck“ den Tenor István Kovácsházi. Die Jungen schwärmten von einem „einmaligen Gefühl“, das sie auf der Bühne verspürt hätten. Leo war so begeistert, dass er sowas „gerne öfter“ machen würde. Schon morgens waren die Aueschüler aus Münster angereist und erhielten neben letzten guten Tipps auch Einblicke in die Bereiche hinter der Opernbühne.

Zufriedenheit über die letzten Wochen

Cornelia Krones, Musiklehrerin und Leiterin des Schulorchesters, die das Projekt in den vergangenen 20 Wochen maßgeblich betreute, blickt zufrieden zurück. Dank Mediencoach Ariane Wick hätten die Schüler die Arbeit mit „Pageflow“ und unterschiedlichen Audio- und Video-Programmen erlernt, was im normalen Schulbetrieb nicht möglich sei. „So mancher hat neue Impulse für seine spätere berufliche Ausrichtung erhalten“, stellte sie fest. Besonders faszinierend sei die Arbeit mit dem Moderations-Coach Hoffmann gewesen: „Er hat es auch super verstanden, den aufgeregten Schülern die Angst vor dem Auftritt zu nehmen.“ Dass ihm das gelungen ist, davon konnten sich die Opern-Besucher am 17. Januar überzeugen.

Online-Version: Tobias (10GC), Leo (10GC), Paulina (10GC)

Text und Bilder: Axel Preiss

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