Schule auf der Aue > Startseite > Schuljahr-Archiv > Exkursion nach Fleckenbühl bedroht?

Fleckenbühler können aufatmen

Der Hof Fleckenbühl ist eine Art „Auffangstation“ für Drogensüchtige, die dort von den Drogen loskommen und ein neues Leben beginnen wollen. Dabei bekommen sie umfangreiche Hilfe, von extra geschultem Personal. Diese Einrichtung besteht nicht nur aus Drogensüchtigen, sondern kann auch von Spielsüchtigen genutzt werden. Das Prinzip des Hofs Fleckenbühl ist es, dass ehemalige Süchtige den noch Süchtigen helfen von Ihrer Sucht wegzukommen und ihnen helfen besser in ihrem Leben klarzukommen.

Suchtprävention in Zusammenarbeit mit Hof Fleckenbühl

Die Schüler der siebten Klassen besuchen den Entzugshof in Cölbe. Die Schüler reden dort mit Süchtigen, die ihnen ihre Lebensgeschichten erzählen und ihnen die Botschaft näherbringen, die Finger von Drogen zu lassen. Viele ehemalige Süchtige erzählen den Schülern, dass durch die Aufnahme in Fleckenbühl ihr Leben gerettet wurde.

Das Leben der Fleckenbühler

Um sich von den Drogen abzulenken, werden die Bewohner beschäftigt. Sie bekommen Arbeit auf dem Hof, wo sie Landwirtschaft betreiben. So gibt es für die Süchtigen die Möglichkeit, in einem regulären Beruf unter normalen Möglichkeiten, ohne unter Vorurteilen leiden zu müssen, zu arbeiten. Sie verdienen durch den Verkauf von selbst produzierten oder selbst angebauten Produkten das Geld, um dort in einer Gemeinschaft leben zu können. Die Schüler lernen dort viel über das Thema „Umgang mit einer Drogensucht“. Da diese Exkursion sehr interessant ist, wird sie oft von den Schülern weiterempfohlen.

Drohende Pleite der Fleckenbühler vorerst abgewendet

Doch der Hof Fleckenbühl hat Geldsorgen. In der Vergangenheit entschied des Berliner Kreisjobcenter nach zwei Gerichtsurteilen den Bewohnern kein Arbeitslosengeld an die Anwohner zu zahlen, da sie in einer Einrichtung leben und somit dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Der hessische Landeswohlverband wollte den Fleckenbühlern ebenfalls nicht helfen, weil sie nicht das entsprechend geschulte Fachpersonal wie etwa Ärzte oder Therapeuten haben. Ohne solche Unterstützung und Spenden ist es nicht möglich, weiterhin den Hof am Leben zu halten. Letztes Jahr konnte das Finanzministerium helfen, doch diese Hilfe sollte vorerst gegen Ende des Jahres ausgehen, wurde dann aber auf Ende 2021 verlängert, was vorerst gut für die Fleckenbühler ist. Doch diese Finanzierung für die nächsten zwei Jahre ist keine entgültige Lösung. Spätestens im Jahr 2022 müssen die Fleckenbühler wieder um ihren Hof bangen.

Helfen Sie den Fleckenbühlern!

Um unseren Schülern und Schülerinnen die interessante Exkursion weiterhin bieten zu können, bitten wir euch bzw. Sie, den Fleckenbühlern mit einer kleinen Spende unter die Arme zu greifen. Hier können sie die Seite der Fleckenbühler besuchen.

Text: Max Meinel / Leonhard Wegers (10Gc)

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