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Exkursion ins Städel nach Frankfurt

Am Donnerstag, 19. April, unternahmen 14 Schülerinnen und Schüler des 6. bis 8. Jahrgangs des Gymnasialzweiges gemeinsam mit Frau Krause und Herrn Jäger eine Exkursion ins Städel-Museum nach Frankfurt. Nach einem anstrengenden Schultag ging es für uns zum Bahnhof. Nach einstündiger Fahrt - bei heißen Temperaturen - ging es am Main entlang hin zum Museum, in dem wir etwas über „Moderne Kunst“ erfahren sollten.

Eine Etage für die alten Meister

Zuerst wurde uns die Museumsführerin vorgestellt. Nachdem sie uns eine kurze Einführung für das Museum gegeben hatte, ging es für uns neugierigen Schüler auch schon los: In der Etage „Alte Meister“ bekamen wir drei Bilder des niederländischen Malers Jan Van Goyen zu sehen. Hier mussten wir Unterschiede der Naturdarstellung benennen und stellten fest, dass der Künstler die Landschaften auf den Gemälden durch unterschiedliche Farbtöne- und Kombinationen zum Vorschein bringt.

Alpenlandschaft bei Sonnenuntergang

Nach diesen faszinierenden Bildern ging es dann zu einem Gemälde des Malers Giovanni Segantini. Es zeigt eine Alpenlandschaft bei Sonnenuntergang. Wir schauten uns das Kunstwerk aus unterschiedlichen Blickwinkeln an und bemerkten, dass der Maler die Größe der Objekte gut gewählt hatte. Es lieferte uns einen mannigfaltigen Anblick, bestehend aus unterschiedlich großen Bergen im Hintergrund und einem realistisch aussehenden See, der im Mondschein wunderschön schimmerte. Unsere Aufgabe bestand nun darin, eine Skizze zu dem Gemälde zu zeichnen, um die besonderen Formen und Umrisse der Objekte kennen zu lernen.

Markenzeichen eines Münchner Malers

Nachdem wir begeisterten Zuhörer Gespür für diese Kunst bekommen hatten, ging es auch schon weiter zu dem nächsten Kunstwerk, gezeichnet von Anton Zwengauer, der einen Sonnenuntergang mit Rehen im Vordergrund darstellte. Doch es entsprach nicht der Wirklichkeit, wie wir Schüler und Lehrer feststellten, sondern diese Form der Kunst ist ein besonderes Markenzeichen dieses Münchner Malers.

Kalte Farben von Alfred Sisley

Im Anschluss an diesen wundervollen Anblick und der Bestimmung, ob der Künstler dieses Bild in Wirklichkeit vor Augen hatte oder seiner Fantasie freien Lauf ließ, bestaunten wir ein Bild eines französischen Obstgartens zur Erntezeit, gemalt von Charles Francois Daubigny. Dann ging es weiter zu Antoine Chintreuil, der sehr geschickt mit dem Umgang von Licht und Schatten spielt, was in seinem „Regenschauer“ gut festzustellen war. Als nächstes ging es zu einem Bild voller kalter Farben für den Herbst, das der Kunstschaffende Alfred Sisley kreiert hat.

Spannende Erfahrungen zur Modernen Kunst

Da wir alle jetzt genug Erfahrungen über die Kunst der Moderne, passende Farben für bestimmte Jahreszeiten und richtige Farbwahlen gesammelt hatten, durften wir uns nun an die Gestaltung unserer eigenen "serielle Kunst" machen. Hierfür sollten wir uns vor allem auf Landschaften konzentrieren. Jeder durfte frei entscheiden und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Zum Schluss durfte jeder sein Bild mitnehmen. Am Ende des Tages bekamen alle noch ein Eis und tauschten sich gegenseitig über ihre eigene Meinung zur Kunst der Moderne aus. Keiner hätte damit gerechnet, dass hierbei vor allem Licht und Schatten sowie ein gutes, ausgeprägtes Vorstellungsvermögen eine wichtige Rolle spielen würden.

Text: Isra Sevinik (Klasse 7Ga) / Bilder: Gerhild Krause

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