Schule auf der Aue > Chronik > Schuljahr 2016/2017 > Besuch im Landesmuseum: Porträts im Wandel der Zeit

Exkursion ins Landesmuseum Darmstadt

Am Freitag, den 12.05.2017 unternahmen zehn besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler des 6. und 7. Jahrganges des Gymnasiums der Schule auf der Aue gemeinsam mit der Gymnasialzweigleiterin Frau Krause-Petermann von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr einen Ausflug ins Landesmuseum nach Darmstadt.

2500 Jahre alter Keltenfürst

Normalerweise sind es viele Kinder schon von klein an gewöhnt, sich in Museen Knochen von außergewöhnlich großen Tieren aus der Steinzeit anzuschauen oder sich über das Fachgebiet verschiedener Edelsteinarten zu informieren. Doch in diesem Jahr besuchten zehn Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit der Gymnasialzweigleiterin Frau Krause-Petermann das Landesmuseum in Darmstadt und betrachteten Porträts der damaligen sowie heutigen Zeit, um so zu verstehen, wie sehr sich der Begriff „Porträt“ im Laufe der Zeit verändert hat. Nachdem die Gruppe das Landesmuseum erreicht hatte, begann ein Rundgang über das Thema „Porträts“. Zuerst ging es zu einem Keltenfürst, der vor etwa 2500 Jahren gelebt hatte. Für die Schüler und Schülerinnen ein besonders aufregendes Thema.

Die Statue der Keltenfürsten

Die Statue des keltischen Fürsten, die aus Sandstein besteht, war anfangs für die Schüler etwas undeutlich, doch dann erkannten sie den finsteren Gesichtsausdruck mit dem langen Schnurrbart, die verschränkte Armhaltung sowie den Ringschmuck am rechten Handgelenk und verstanden, dass dies damals eine Art Porträt für die Menschen war. Die Statue stammte wahrscheinlich aus dem Ende der Eiszeit. Daraufhin folgten sie in die Abteilung der Vor- und Frühgeschichte. Dort bekamen sie ein mächtiges Altarbild aus dem Mittelalter zu sehen, das man oft auch in Kirchen sehen kann, zum Beispiel an Feiertagen. Das Besondere daran war, dass dieses Altarbild zusammenklappbar ist und in der damaligen Zeit auch auf der Rückseite ein buntes Ereignisbild zeigte. Jedoch fehlte an der linken Seite eine Klappe.

Bronzene Skulptur die neuen Porträts?

Das Tolle an solchen Museen ist, dass sie diese Teile nicht ersetzen lassen, was den Besuchern zeigt, was sich im Laufe der Jahrhunderte alles verändern kann. Nach dieser Entdeckung ging es für die Schüler an ein -ebenfalls klappbares Bild- von Martin Luther und seiner Frau Katharina, das von dem Künstler Lucas Cranach gemalt wurde. Hier wurde den Kindern ebenfalls viel zu dem Künstler sowie den besonderen Merkmalen und Attributen von Menschen auf Porträts erzählt. Daraufhin wurden sie an eine Skulptur oder eher gesagt an ein Profil von Diego Giacometti geführt. Diese Art Schattenbild wurde von seinem Bruder Alberto Giacometti erstellt. Die Skulptur bestand aus Bronze und war für viele der Schüler fremd, denn es war tatsächlich eine neue Art von Porträt, die man heutzutage nicht besonders oft zu sehen bekommt.

Alberto Giacometti und seine Ideen

Außerdem wollte Alberto Giacometti so eine neue Idee herausstellen, die er mithilfe des Gesichts seines Bruders Diego ausübte. Das Porträt war von vorne plattgedrückt und war an einer langen Stange befestigt. Nachdem diese Führung ein Ende gefunden hatte, durften die Schüler und Schülerinnen noch ein wenig alleine durch das große Museum laufen um so noch mal die Möglichkeit zu bekommen, sich andere Dinge anzuschauen.

Fazit

Dieser Ausflug zeigte den Kindern, was die Menschen damals und heute unter Porträts verstanden haben. Mithilfe dieses Ausfluges wurde den Schülern klar, dass es auch in Museen Spaß machen kann und es so auch ganz viele andere, interessante Dinge zu entdecken gibt!

Text: Isra Sevinic (6Ga) / Online-Version: Denise Vagts (10Rc), Luis Schneider (10Rb)

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