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Aue-Schüler überzeugt bei Explore Science

Zwischen 8. und 12. Juli 2015 fanden bereits zum zehnten Mal die naturwissenschaftlichen Erlebnistage „Explore Science“ im Mannheimer Luisenpark statt. Schon seit vielen Jahren besuchen die Teilnehmer der NaWi-AG diese Veranstaltung. Aueschüler Timo Schulz konnte nun einen Sonderpreis gewinnen, der aufhorchen lässt.

Der erste Tag

Der erste Wettbewerbstag stand ganz im Zeichen mittelalterlicher Belagerungsmaschinen. Diese mussten zugleich kraftvoll, exakt und sanft arbeiten. Es galt, ein rohes Ei über eine bestimmte Entfernung und Höhe zu befördern, woraufhin das Ei zielsicher und heil landen musste. Im Gegensatz zu den früheren Jahren war dies eine Steigerung der Schwierigkeit. In den letzten Wettbewerben war meist nur eine der Aufgaben zu meistern. Das neue Konzept der Aufgabenkombination zog sich auch durch die restlichen Wettbewerbe.

Die ersten Versuche

Dem Wettbewerb des zweiten Tages, dem so genannten Frequenznormal, widmete sich Timo Schulz, ein Teilnehmer der NaWi-AG, der bereits schon im Vorjahr mit seiner Mitschülerin Ronja Kühn und einem Eis-Anker beim selbstständig auftauchenden U-Boot punkten konnte. Die neue Aufgabe bestand darin, ein Gerät zu konstruieren, welches einen mechanischen, visuell erfassbaren Ablauf besitzt, der sich in möglichst genau zehn Sekunden kontinuierlich wiederholt. Timo entschied sich von Anfang an für dieses Projekt und begann zügig mit Trichtern, Gestängen, Flaschen, Eimern, Klebstoff und Steinen zu experimentieren. Nach mehreren Misserfolgen und Umbauten stellte sich jedoch heraus, dass diese erste Konstruktion weder genau, genug und dazu auch nicht zuverlässig arbeitete. Manchmal blieb sie einfach stehen oder der Klebstoff löste sich ab und die Konstruktion zerfiel in ihre Einzelteile. Nachdem sich abzeichnete, dass die Zeit langsam knapp wurde, konstruierte Timo die Maschine von Grund auf neu. Diesmal entstand eine Wippe mit Armen aus Lego-Steinen. An einem Ende wurde ein Gewicht befestigt, am anderen Ende ein Trichter. Damit das Wasser nicht einfach herausfloss, gab Timo einen Tischtennisball herein, der sich in der Öffnung des Trichters verklemmte. War der Trichter voll, sank der Ball auf einen Lego-Stab im Boden ab, der ihn aus der Öffnung nach oben drückt und das Wasser herausfließen ließ.

Große Konkurrenz

Am Wettbewerbstag stellte sich heraus, dass die höheren Anforderungen an die Schüler sich auf die Teilnehmerzahl auswirkte. Waren im vorigen Jahr noch 500-750 Projekte pro Wettbewerb gemeldet, so waren die Tische dieses Jahr mit 150-200 Projekten im Vergleich geradezu leer. Die Konkurrenz war deswegen jedoch nicht einfacher zu schlagen, im Gegenteil. Die geringere Teilnehmerzahl wurde dadurch wieder aufgehoben, dass diesmal nur Schüler mit Projekten antraten, die auch funktionierten. 

Aue sagt "Herzlichen Glückwunsch"

Nach der Vorführung des eigenen Projekts galt es dann noch, die Zeit bis zur Preisverleihung im Luisenpark zu überbrücken. Nach langem Zittern und Daumendrücken war es dann so weit. Die Platzierungen wurden bekannt gegeben und auch diesmal war Timo wieder mit dabei: Er ergatterte einen Sonderpreis für das Funktionsprinzip. Bei so vielen Projekten ein Prinzip aufzuweisen, welches keines der anderen Projekte besaß, ist eine großartige Leistung. Timo kann sich über seine wohl verdiente Urkunde freuen. Die gesamte Gemeinde der „Schule auf der Aue“ freut sich mit Timo und sagt „Herzlichen Glückwunsch“!

Text: Peter Nürnberger / Online-Version: Luisa und Aylin

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